Halbtagesexkursion am 11.11.2000

Geologie und Böden des Trollbachtals

Führung : Dr. I. Buchmann, Traisen


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Inhalt  : 1. Schwemmfächer im Trollbachtal, 2. Weinberge und Kiesgrube bei Rümmelsheim, 3. Taunusquarzitkamm am Horetberg bei Rümmelsheim,                   

4. Blick auf den Rhein   5. Links zum Thema ( Auswahl )

Unter der bewährten Führung von Herr Dr. I. Buchmann trafen sich geologisch interessierte Pollichianer bei bestem Spätherbstwetter. Bedauert wurde allerdings, dass der nasse Boden den Besuch besonders interessanter Punkte nicht ermöglichte.

Besucht wurden folgende Exkursionsziele:

1. Schwemmfächer im Trollbachtal ( Formation Oberrotliegend ):

Exkursionsgruppe Fanglomerat
Die Gruppe steht vor einem ehemaligen Schwemmfächer, der durch die Erosion des Trollbaches heraus modelliert wurde. Herr Didlaukies weist darauf hin , dass an diesem Standort seltene wärmeliebende Arten  wachsen.                (  Ceterach officinarum u.a. ) Dieses Fanglomerat aus dem Oberrotliegenden lässt Gesteinsmaterial ( u.a. devonische Kalke, Taunusquarzit, Grauwacken) erkennen, das vom nahe gelegenen Gebirge nach Süden in die Saar-Nahe-Senke sedimentiert und sekundär von Kieselsäure verfestigt wurde. Informationen zu Genese erhält man auch in der Schrift Geotope ( Nr. 14 ). 

2. Weinberge und Kiesgrube bei Rümmelsheim  ( Formation Tertiär )                                                                                        

Profil

Dr. Buchmann demonstriert an einem Bohrstockprofil den Bodentyp. Deutlich ist die starke Bodenbearbeitung der ehemaligen Braunerde im A-Horizont erkennbar ( dunkelbrauner Bereich). Er liegt unmittelbar auf dem helleren C-Horizont aus marinen tertiären Ablagerungen ( unterer heller Bereich ). In Abhängigkeit von den Strömungsverhältnissen erfolgte die Sedimentation. Meereskiese wurden bei stärkerer Strömung abgelagert, Tonmaterial gibt einen Hinweis auf ruhigere Wasserzonen. Die Verfärbungen im Liegenden sind sekundär entstanden. Eine Besonderheit stellt in diesem Aufschluss ein tertiäres Tuffband dar ( im Hangenden ).  
Meereskies Rheinhessen

Tertiärer Meereskies

Blick von der Kiesgrube zur unteren Nahe und dem Rheinhessischen Hügelland , dem Bereich des tertiären Meeres.

3. Taunusquarzitkamm am Horetberg bei Rümmelsheim ( Formation Devon )                                                                      

                                                                                                                           

Horetberg Hunsrück
Horetberg  Blick nach Norden Richtung Soonwald

4. Blick auf den Rhein ( Formation Devon )                                                                                                                                   

Durchbruchstal des Rheins

Binger Loch

Durchbruchstal des Rheins bei Bingen.

Der Binger Mäuseturm steht auf einer             Taunusquarzitinsel, deren „Ausläufer“ im Strombett die Schifffahrt erheblich behindern. Auf der hessischen Seite erkennt man die Ruine Ehrenfels.                                                                                                                      

                                                                                                                                             

Links zum Thema: 

1. Mainzer Geogr. Studien Heft 3: Untersuchungen zur quartären Entwicklung des Rheintales

2. Bibliographie zu Geowissenschaften in Rheinland-Pfalz

3. Ortsgemeinde Rümmelsheim

4. Geotope in Rheinland-Pfalz

5. Schifffahrt im Binger Loch

6. Sage zum Mäuseturm bei Bingen



Zuletzt aktualisiert: 28. Juni 2005             Zurück zur Hauptseite der Pollichia Kreisgruppe Bad Kreuznach               Zusammengestellt von  K.- W. Augenstein