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Weinanbau in Offenbach-Hundheim

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Weinlese in Offenbach-Hundheim am 23.09.2000

         Winzerin Christel            Winzer Steffen    

                      Winzerin Christel                                                    Winzer Steffen

       Tolle Ernte      Winzer Hugo   

                     Tolle Ernte – findet Winzer  Lothar                        Winzer Hugo strahlt
Vesperpause

   Wohlverdiente  Vesperpause

   Vitoria           Rekord !      

                                   Victoria – die jüngste Winzerin aus Offenbach;         91 mm Öchsle – ein ausgezeichneter Jahrgang                 


Weinlese in Offenbach-Hundheim am 29.09.2001

„Weinbrüder“ greifen alte Tradition auf: Seit 1999 wieder Weinberge in Glangemeinde

Bericht von Frau Birgit Gehm-Schmitt

Der Wein des Jahres 1921, angebaut auf einer Fläche von etwa 25 Hektar war ein „Jahrhundertwein" für die mehr als 100 Winzer. Doch die Ge­schichte des Weinbaus in der Glantal­gemeinde hat ihre Wurzeln schon viel früher.

Sabine Orth aus Offenbar h/Glan hat sich im Westricher Heimatblatt vom Mai 1979 mit der Geschichte des Weinbaus befasst, der vermutlich mit der Entstehung des Benediktinerklos­ters im Jahr 1150 in Offenbach begann. Mit mehr als 44 Hektar Anbaufläche erreichte man im Glantal gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Höchst­stand- Hauptsächlich für den Hausge­brauch wurde damals der Wein ange­baut, obwohl es mit der Weinkellerei Echternach schon seit 1865 Qualitäts­weine in Offenbach-Hundheim gab.

Wo der Wein wächst, da darf er auch gefeiert werden und so fand 1935 zum ersten Mal ein großes Winzerfest statt. 1952 dann gab es zum ersten Mal nach dein Krieg wieder ein großes Winzerfest, bei dem ausschließlich Offenbacher Weine ausgeschenkt wurden. 1970 dann wurde auch der letzte noch von privat betriebene Wingert still gelegt und „Offenbacher Wein" ge­hörte der Vergangenheit an,

Doch vor mehr als 20 Jahren halte Oskar Neu die Idee, in Offenbach-Hundheim wieder Wein anzubauen. Ebenso wie viele andere Offenbacher erinnert er sich noch daran, wie er als Junge in den Wingert ging, dort gab's einen ganzen Nachmittag Arbeit für 20 Pfennig. Da galt es zu helfen beim Binden der Rebstöcke und später dann beim Herbsten. Satt essen durfte man sich dabei natürlich auch.

Schwierig gestaltete sich die Suche nach geeignetem Land, dessen Lage ideal war und das auch zum Verkauf stand. Doch Oskar Neu hielt weiter an seiner Idee fest, hatte mittlerweile auch einige Gleichgesinnte gefunden, die gerne einen eigenen Weinberg be­treiben wollten, die bereit waren, sich zu engagieren und nicht vor der Ar­beit scheuten. Allen voran Hugo Grill, der sich schon mehr als zehn Jahre für den Hausgebrauch immer mal wieder auf dem eigenen kleinen Grundstück beim Weinbau versuchte.

1999 dann war es soweit: Oberhalb Offenbachs konnte eine ein Hektar große Brache mit herrlicher Südlage er­worben werden. Mit dabei waren ne­ben Oskar Neu und Hugo Grill noch Lothar Gerhauser, Steffen Cassel, Patric Bauer und Werner Knaul. Und dann begann die Arbeit. Erst einmal mussten die Rebstöcke gekauft wer­den, waren es zu Beginn etwa 1000, sind es jetzt 1350 Rebstöcke. Ein Drit­tel der Rebsorte Phoenix, einer weißen Traube, und zwei Drittel der roten Trauben, Regent. Bei der Wahl der Reb­sorten war man sich einig, dass es pfle­geleichte und schon bewährte Sorten sein sollten, die auch sicher in Offenbach wieder Fuß fassen würden.

Seit zwei Jahren nun gehören die „Weinbrüder", wie sie sich selbst nen­nen als offizieller Weinbaubetrieb dem Weinbau gebiet „Nahewein" an. Dazu gehörten gesetzliche Maßnahmen wie das Erkaufen der Pflanzrechte. Einen Mentor für die Arbeiten und bei allen Fragen und Problemen haben die Hobbywin7er auch. Gerne hilft der In­haber des Weinbaubetriebes Rohr in Raumbach mit seinem sachkundigen Rat aus.

 Quelle : Die Rheinpfalz Nr. 254 vom 30.10.2004


 

Stand: 30. Oktober 2004