Steigerberg bei Eckelsheim / Rhh. : Meeresküste vor 36 Mio. Jahren
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Dieses fossile Brandungskliff wurde 1997 bei Kartierungsarbeiten vom Geologischen Landesamt Rheinland-Pfalz entdeckt. Am Westhang des Steigerberges (Gemarkung Eckelsheim im Landkreis Alzey-Worms) in einer stillgelegten Kiesgrube gelegen , muss es heute u.a. vor der rasch voran schreitenden Erosion ( Verwitterung ) bewahrt werden und nach Möglichkeit einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden , sodass es zu einer touristischen Aufwertung der Region beitragen könnte. Wegen der europaweit herausragenden Bedeutung dieses Geotops unterstützt auch die POLLICHIA diese Ziele. Das etwa 285 Mio. Jahre alte Ausgangsgestein des Kliffs war Teil eines sauren Lavastroms, der wahrscheinlich aus dem Raum Neubamberg stammt. Dieses permische Gestein ( Rhyolith ) zerbrach infolge Verwitterung in mehrere Teile. Eine spätere Meerestransgression ( Meeresvorstoß ) im Tertiär ( Oligozän ) vor ca. 36 Millionen Jahren machte die Bergreste zu Inseln, wobei sich unter dem Einfluss des Meeres Steilküsten mit dem typischen Formenschatz eines Brandungskliffs ( Steilküstenbildung durch rückschreitende Erosion mit vorgelagerter Brandungsplatte ) gebildet haben , die hier modellhaft in erstaunlich gutem Zustand erhalten sind. Daneben belegen Fossilienfunde das reiche subtropische Meeresleben. Das einmalige Zeugnis von der Dynamik der Erdgeschichte hat verständlicherweise großes Interesse in den Medien gefunden. ( Im Anhang finden Sie Artikel aus dem POLLICHIA-Kurier zur Entdeckungsgeschichte und zu den Bemühungen um die Erhaltung dieses Naturdenkmals. Das Materialienangebot gibt einen Teil der Diskussionsbeiträge zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung wieder und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. ) |
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Brandungshohlkehle ( Die erodierende Wirkung des Wellenschlags vor 36 Mio. Jahren wird hier belegt. Anhand verschiedener Merkmale lässt sich sogar das damalige Wirken der Gezeiten erkennen.) |
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Abrasionterrasse : Entstanden sind die glatten Flächen u.a. durch die Erosionswirkung von Geröllen in der Brandungszone des Tertiärmeers. Man erkennt aber auch die zahlreichen Risse, die heute Ansatzpunkte für die Verwitterung bieten. Dringender Schutz ist geboten. |
Strudelloch
( Rotierende Steine in der Brandszone schufen diese Hohlform.
Heute ist sie mit Regenwasser gefüllt. ) |
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Übersichtsbild von der Kiesgrube mit Meeressanden im Mittelgrund. In solchen Meeressanden ist man sogar auf fossile Fraßspuren von Rochen gestoßen. Der Blick geht weiter in Richtung Neubamberg, dem vermutlichen Herkunftsgebiet des permischen Lavastroms, der das Ausgangsgestein des Kliffs gebildet hat. Die Berge ganz im Hintergrund bildeten die Küstenlinie des Tertiärmeers. Davor erkennt man Hügel, die, wie der Steigerberg, als Inseln aus dem Meer ragten. Letzte Bilder vom Steigerberg vor den Erosionsschutzmaßnahmen im November 2002 : |
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Quellen : Mündliche Mitteilungen der POLLICHIA
Diplomarbeit
von Karsten Rode und Jean
Sachreiter
Bilder und Text Kurt-Werner Augenstein
Anhang
Aus dem POLLICHIA-Kurier 18 (3), 2002, S.22:
Die
POLLICHIA setzt sich derzeit für die Erhaltung des europaweit einmaligen
tertiärzeitlichen Brandungskliffs am Steigerberg in Rheinhessen ein. Durch
den Kies- und Sandabbau wurde es freigelegt. Den Kräften der Verwitterung
ausgesetzt, könnte es viele seiner besonderen Zeugnisse der Erdgeschichte
bald verlieren. Ideal wäre es sicher, das Kliff zu überdachen und in ein
Freilichtmuseum zu integrieren. Doch aus Kostengründen läuft derzeit alles
auf eine Überdeckung mit Erdmaterial hinaus. Vor allen Dr. habil. Stapf setzt
sich dafür ein, den Aufschluss der Fachwelt und der Öffentlichkeit zu
erhalten. Von ihm erhielten wir die folgende Beschreibung.
Kurzcharakterisierung
des mitteloligozänen Brandungskliffs am Steigerberg südlich
(ehemalige
Kies- und Sandgrube der Fa. RKS, z. Zt. Erdaushub-Deponie)
Das
mehrere Zehner Quadratmeter große mitteloligozäne Brandungskliff (einmalig
in Europa) wird aus permischem Rhyolith aufgebaut, der zur Zeit des Rotliegend
(vor etwa 290 Millionen Jahren) als rhyolithische Lava aus der Region
Bad Münster am Stein - Ebernburg nach Südosten bis zum Steigerberg ausfloss.
Beim Erkalten der rhyolithischen Lava entstand ein brecciöser Rhyolith, der
in der Folgezeit verwitterte und in einige km2 große Blöcke
zerfiel. Die Rhyolith-Blöcke wurden im Laufe der Zeit von einem Mantel aus
Verwitterungsschutt bedeckt und dieser Zustand blieb viele Millionen Jahre
lang erhalten.
Vor
etwa 30 Millionen Jahren drang dann das Mitteloligozän-Meer (genauer das
Rupel-Meer) in das Mainzer Bruchfeld ein. An seiner westlichen Begrenzung überflutete
es die ehemaligen Täler, die isolierten Rhyolith-Blöcke wurden zu Inseln. Es
war ein subtropisches Meer mit einer riesigen Zahl an Meerestieren, die in ihm
lebten (Foraminiferen, Ostracoden, Solitärkorallen, Schnecken, Muscheln, Seepocken,
Seekühe, Knochentische, Rochen, Haie etc.). Zu dieser Zeit herrschte eine
durchgehende Meeresverbindung zwischen dem große Teile Belgiens, der
Niederlande und Norddeutschlands umfassenden Nordsee-Becken und dem im
Alpenvorland liegenden Molasse-Becken, wobei besonders nach Norden eine tiefe,
dauerhafte Meeresverbindung vorhanden war. Aufgrund der Lage des Mainzer
Bruchfeldes am Westrand des Rheingrabens wurde schon vor vielen Jahren eine
Brandungsbeeinflussung der o.g. Rhyolith-lnseln postuliert.
Die
Freilegung des Steigerberg-Kliffs brachte nun den endgültigen Beweis, dass
tatsächlich zur Zeit des Rupeliums im Mainzer Bruchfeld Brandung geherrscht
hat. Die Brandung wirbelte an der Inselküste Kies und Sand auf und
bearbeitete die Rhyolith-Felsen. Es entstand ein Kliff mit einer Fülle von
Brandungsspuren (Brandungsterrassen, Brandungskanäle, Brandungstunnels,
Brandungshohlkehlen, Brandungshöhlen, Brandungsstrudellöcher etc.). Mehrere
Brandungskanäle haben eine N-S-Orientierung, die wegen der o.g. tiefen,
dauerhaften Meeresverbindung nach Norden vor allem auf eine von Norden
kommende Brandung schließen lässt. Am Südende eines Brandungskanals ist außerdem
ein fossiles Wasserstandsniveau zu erkennen, unterhalb dessen der Rhyolith
glatt und oberhalb dessen er von Organismen angebohrt bzw. pockennarbig verändert
ist. Dieses Niveau lässt sich als Stauniedrigwasser- oder als
Stauhochwassermarke interpretieren. Daraus folgt, dass neben einer Brandung
auch Gezeiten geherrscht haben müssen, wie sie ebenfalls aufgrund der
Untersuchung der Flasersichtung und von Erosionsrinnen in der ehemaligen Kies-
und Sandgrube schon vor vielen Jahren postuliert wurden.
An
der Entwicklung des Kliffs mit mehreren, übereinander angeordneten Brandungsterrassen
lässt sich weiterhin ein Anstieg des Meeresspiegels und eine Absenkung des
Inselkerns erkennen, der schließlich zu einer Überflutung der
Steigerberg-lnsel führte. Durch weitere Sedimentation wurden die
Landschaftsformen der o.g. Rhyolith-lnseln aufgefüllt und eingeebnet.
Die
Freilegung des schon lange vermuteten Inselkerns der Steigerberg-lnsel mit dem
inzwischen berühmten Brandungskliff hat in kurzer Zeit ein starkes Interesse
geweckt, diesen in Europa einmaligen Geotop zu erhalten und der Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. Neuerdings werden jedoch Bestrebungen bekannt, das
Kliff vor Verwitterung zu schützen und mit einer etwa 1,5 m mächtigen
Sandschicht zu überdecken, obwohl es als Naturdenkmal ausgewiesen sein soll.
Ist es juristisch überhaupt statthaft, ein Naturdenkmal zuzudecken? Ganz
abgesehen davon, dass eine 1,5 m mächtige Sandschicht im Falle einer
Wiederfreilegung des Kliffs nicht ohne dessen Beschädigung entfernt werden könnte,
wäre eine Teilzerstörung des Kliffs vor allem durch Frosteinwirkung nicht
auszuschließen.
Dr.
Karl Stapf
Weiterführende Literatur: rothausen & sonne (1984), hartkopf & stapf (1984), kühn (1999).
Anmerkung
des Verfassers: Diese hier beschriebene Bedeckung des Naturdenkmals wurde im
Spätherbst 2002 durchgeführt. ( s.o.)
Bereits
mehrfach wurde im POLLICHIA-Kurier das Brandungskliff am Steigerberg erwähnt,
zuletzt in der Ausgabe 18 (3) 2002, S. 22f.( s.o.) Der folgende Beitrag stellt
die Entdeckungsgeschichte sowie die bisherigen Bemühungen der beteiligten Behörden
und Institutionen um eine dauerhafte Erhaltung des Geotops dar:
Ein
30 Millionen Jahre altes Brandungskliff im westlichen Mainzer Becken
In
der Gemarkung des Weinortes Eckelsheim, etwa auf halber Strecke zwischen Alzey
und Bad Kreuznach gelegen, ist seit über zwanzig Jahren am Westhang des
Steigerbergs eine große Kiesgrube in Betrieb. Kiese und Sande in der Grube
sind Küstenablagerungen einer ehemaligen Insel
im Mainzer Becken, das vor ca. 30 Millionen Jahren Meer überflutet
war. Die Zitate im Anhang belegen zahlreiche geowissenschaftliche
Untersuchungen am Steigerberg.
1997
stieß der Bagger während des Sand- und Kiesabbaus an der Steilwand der
Abbaugrenze auf Felsen, die für die Rohstoffgewinnung in der Kiesgrube
uninteressant waren. Die vereinzelt unter Restkiesen zutage getretenen
Felspartien wurden im Rahmen der geologischen Kartierung durch Dr. W. Kuhn,
Mitarbeiter des Geologischen Landesamtes Rheinland-Pfalz, entdeckt. Erste
Freilegungsarbeiten an verschiedenen Partien ließen vermuten, dass an dieser
Stelle ein bis zu 100 mal 20 m großes, zusammenhängendes Areal eines
ehemaligen Brandungskliffs vorlag.
Aufgrund
von eigenen Recherchen war bereits damals von der Einzigartigkeit des
Objektes, zumindestens in Mitteleuropa, auszugehen. Es musste seitens des
Geologischen Landesamtes nach Möglichkeit alles darangesetzt werden, das
Kliff zu erforschen und so lange wie möglich freizuhalten. Umfangreichere
Arbeiten zur Freilegung des gesamten Kliffs hätten den Rahmen der
geologischen Kartierarbeiten gesprengt. Außerdem drängte die Zeit, da die
Betreiberfirma die Genehmigung besitzt, die Kiesgrube mit Bauaushub zu verfüllen
und die Verfüllung bereits fortgeschritten war. So gelang es Anfang des
Jahres 1999, in Zusammenarbeit des Arbeitsamtes Alzey, des CJD Alzey und des
Geologischen Landesamtes, ein Grabungsteam zusammenzustellen, das die
Freilegung des Kliffs bewerkstelligen sollte. Unter der Leitung eines
Geowissenschaftlers wurden bis zum Herbst in Handarbeit mehrere hundert Tonnen
Geröll und Sand beseitigt und nahezu die gesamte Felsoberfläche gereinigt. Während
der Arbeiten zeigten sich immer wieder ungeahnte Verläufe der durch die
Brandung glattgeschliffenen Felsen, die eine Vielzahl von Hohlformen
aufweisen. Nach und nach wurde offensichtlich, dass es sich bei diesem Geotop
(nach der Definition der ad hoc-ag
geotopschutz 1996, steingötter 1997)
um einen lehrbuchhaften Idealfall eines Kliffs mit ausgeprägten
Brandungsplattformen, Brandungshohlkehlen, Kolken und zahlreichen weiteren
Strukturen handelt.
Bereits
zu Beginn der Freilegungsmaßnahme war man am Geologischen Landesamt von der
Notwendigkeit einer differenzierten Vermessung des Kliffs überzeugt, um
daraus ein digitales Oberflächenmodell zu entwickeln. Mit diesem inzwischen
vorliegenden Modell (im Rahmen zweier Diplom-Arbeiten an der FH in Mainz) ist
die dreidimensionale Visualisierung möglich.
Seit
der Entdeckung im Jahr 1997 war es erklärtes Ziel des Geologischen
Landesamtes, diesen Geotop so lange wie möglich für Wissenschaft und Öffentlichkeit
zu erhalten. Zum vorläufigen Schutz des Geotops vor Veränderungen durch
Besucher bzw. durch technische Maßnahmen wurde im Dezember 1999 eine doppelte
einstweilige Ausweisung als Natur- und Kulturdenkmal durch die Landespflege
und die Untere Denkmalschutzbehörde an der Kreisverwaltung Alzey-Worms über
eine Laufzeit von maximal vier Jahren erlassen.
Im
Winter 1999/2000 entstanden in einigen Bereichen des Kliffareals unerwartet
große Schäden durch Frostsprengung. Da die Witterung in diesem Winter
relativ mild war, fand in den Nächten sehr häufig ein Frost-Tau-Wechsel
statt, der einige oberflächennahe Gesteinspartien zerrüttete. Hinzu kommt,
dass viele Minerale des Gesteins bereits durch die tertiäre Verwitterung zu
Tonmineralen zersetzt wurden, die, je nach Durchfeuchtung oder Sonneneinstrahlung,
quellen oder schrumpfen. Auch diese Bewegungen führen allmählich zu einer
oberflächennahen Schädigung
der Wellen-polierten Kliffoberfläche. Eine natürliche Zerstörung des Kliffs
innerhalb weniger Jahre ist von daher absehbar.
Seit
dem Sommer 2000 bemüht sich das Geologische Landesamt deshalb, in Zusammenarbeit
mit dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Institut für Steinkonservierung,
intensiv um eine Lösung zur dauerhaften Erhaltung des gesamten Kliffs oder
zumindest einiger großer Partien davon. Zum schnellen Schutz wurde der
besterhaltene Teil des Kliffs deshalb von Mitarbeitern des Landesamtes für
Denkmalpflege, in Abstimmung mit dem Geologischen Landesamt und dem Institut für
Steinkonservierung, mit einer Folien/Stroh-Kombination zum Schutz
vor Witterungseinflüssen wie Besonnung und Frost abgedeckt.
Gleichzeitig
wurde vom Institut für Steinkonservierung eine Diplomarbeit am Geologischen
Institut der Universität Frankfurt/M. vergeben, die sich mit Fragen der
Schadensursachen und der möglichen Konservierung des Kliffes
auseinandersetzt. Diese steht kurz vor dem Abschluss. Hierbei wird speziell
untersucht, ob eine Erhaltung und Präsentation vor Ort möglich ist, was dann
unter Umständen eine Überhausung und ständige Klimatisierung voraussetzen würde.
Das Modell, wesentliche, repräsentative und untereinander zusammenhängende
Teile des Kliffs zu entnehmen, diese anderen Orts zu konservieren und dann zu
präsentieren, wurde inzwischen verwerten.
Für
die verschiedenen Modelle wurden von den Institutionen zusätzlich die Kosten
ermittelt, die eine Konservierung mit anschließender musealer Aufbereitung,
Präsentation, inklusive der Folgekosten, verursacht. Eine mögliche Erhaltung
und Präsentation sollte dann Bestandteil einer geotouristischen Erschließung
der Region sein.
Im
Rahmen einer im Geologischen Landesamt anberaumten Sitzung zur Frage der
Erhaltbarkeit des Geotops im Frühsommer 2001 erklärte sich die POLLICHIA
bereit, die Trägerschaft für alle Erhaltungsmaßnahmen in Bezug auf das
Geotop zu übernehmen. Gleichzeitig übernahm die Kreisverwaltung Alzey-Worms
in Zusammenarbeit mit der POLLICHIA das Objekt-Management.
Unter
allen beteiligten Personen und Institutionen herrscht einhellig die Meinung
vor, dass das fossile Kliff dauerhaft vor Ort erhalten und der Öffentlichkeit
in ansprechender Weise präsentiert werden sollte.
Der
entscheidende Faktor ist jedoch, schnellstmöglich potentielle Geldgeber nicht
nur von der Einmaligkeit des Geotops zu überzeugen, sondern diese auch in ein
Gesamtkonzept zur Finanzierung von Erhaltung und Präsentation einzubinden,
bevor das wohl größte Brandungskliff aus der Erdgeschichte Europas zu Schutt
zerfällt. Die Zeit drängt.
Wahrscheinlich
wird das Kliff bis zum Erscheinen dieses Beitrags vorübergehend von einer ein
bis zwei Meter hohen Sandschicht zum Schutz vor Verwitterung überdeckt sein.
Diese Sandüberdeckung stellt derzeit die einzige finanziell tragbare Möglichkeit
dar, das Kliff heil über die nächsten Jahre zu bringen, um Zeit für die
Erarbeitung entsprechender Konzepte und Finanzierungsmodelle zu gewinnen. Die
Mächtigkeit der Überdeckung wurde bewusst so gewählt, dass eine
Frostsicherheit, die in unserer Region bei 80 cm Tiefe liegt, gewährleistet
ist. Auch lässt sich Sand leicht und ohne das Kliff zu beschädigen wieder
von Hand entfernen.
Es
mag zwar auf den ersten Blick verwunderlich erscheinen, dass auch ein überdecktes
Natur-/Kulturdenkmal rechtlichen Schutz genießt, doch was für jede nicht
ausgegrabene römische Villa unwidersprochen gilt, hat natürlich auch für
ein fossiles, abgedecktes Kliff rechtlichen Bestand.
Es
bleibt zu hoffen, dass Sponsoren, Stiftungen, Land und EU in den folgenden
Monaten die Bereitschaft erkennen lassen, die finanziellen Mittel zur endgültigen
Erhaltung des Kliffs zur Verfügung zu stellen.
Von
einer eigenmächtigen Besichtigung wird dringend abgeraten, da das Betreten
der Kiesgrube grundsätzlich verboten ist. Außerdem birgt eine Begehung der
Grube zahlreiche Gefahren.
Winfried
Kuhn, Enno Steindlberger & Michael Wuttke
Dr.
Winfried Kuhn, Geologisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Emy-Roeder-Str. 5,
55129 Mainz
Dr.
Enno Steindlberger, Institut für Steinkonservierung e. V.,
Grosse Langgasse 29, 55116 Mainz
Dr.
Michael Wuttke, Erdgeschichtliche Denkmalpflege, Große Langgasse 29, 55116
Mainz
Literatur-Auswahl
zum Thema Steigerberg
ad
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Arbeitsanleitung Geotopschutz in Deutschland. Leitfaden der Geologischen
Dienste der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Abschlußbericht; Final
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Fotos; (Bundesamt für Naturschutz), Bonn-Bad Godesberg.
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Korrelation des Unteren Meeressandes (Oligozäne Strandfazies) mit dem
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paläogener Nordsee und Paratethys. - Unveröff. Bericht an d. DFG, 1-63,
I-VIII, 12 Abb., 32 Anlagen, 3 Taf.;
grimm,
M. C. & grimm,
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F. 0.,
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steingötter,
K. (1997):
Geotopschutz durch das Geologische Landesamt Rheinland-Pfalz. -Geo-Forum,
1:16-17, 1 Abb.; Hrsg.: Geologisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Mainz.